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Wie man Weihnachtsgeld erhält - und Steuern darauf vermeidet



Nicht für alle Mitarbeiter kommt der Weihnachtsmann im Unternehmen. Doch wer Weihnachtsgeld erhält, kann sich über einen netten Obolus freuen, wer keines erhält, kann manchmal eines einfordern. Doch leider freut sich auch der Fiskus mit, denn dieser hält auch beim Weihnachtsgeld die Hand auf. Wer es richtig anstellt, kann die steuerlichen Abzüge beim Weihnachtsgeld allerdings umgehen und die volle Summe genießen.

Weihnachtsgeld Steuern | Foto: (c) frittipix/fotolia.com


Jährliche Auszahlung

Viele Arbeitnehmer werden das Weihnachtsgeld bereits erhalten haben, denn es wird in der Regel bereits im November oder Anfang Dezember ausgezahlt. Wann genau der Obolus ausgezahlt wird, ist im jeweiligen Tarifvertrag, dem Arbeitsvertrag oder der Betriebsvereinbarung nachzulesen. In Ausnahmefällen kann der Arbeitnehmer auch ein Weihnachtsgeld einfordern, wenn keines vertraglich vereinbart wurde. So etwa, wenn der Grundsatz der Gleichbehandlung nicht beachtet wurde.

Gleichbehandlung

Grundsätzlich gilt, dass ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter nicht ungleich behandeln darf, wenn sie einer im Wesentlichen gleichen Beschäftigung nachgehen. Dies gilt auch für das Weihnachtsgeld. Mitarbeiter, die bislang kein Weihnachtsgeld erhalten haben, können daher auf ein Weihnachtsgeld pochen, wenn sie in Erfahrung bringen, dass der Kollege in der gleichen Position eines erhält.

Betriebliche Übung

Eine weitere Option, ohne vorherige vertragliche Einigung ein Weihnachtsgeld zu erhalten, stellt die sogenannte ?betriebliche Übung? dar. In diesem Fall greift die Gewohnheit, wenn der Arbeitgeber bereits in drei aufeinander folgenden Jahren einen solchen Obolus ohne Vorbehalt ausgezahlt hat. Ist dies geschehen, kann der Arbeitgeber die Zahlung des Weihnachtsgeldes nicht mehr ohne Grund verweigern.

Höhere Besteuerung

Doch noch jemand freut sich über das ausgezahlte Weihnachtsgeld ? der Fiskus. Denn das Weihnachtsgeld ist eine Zuwendung, die neben dem Lohn gezahlt wird und solche Einmalzahlungen sind in der Regel voll zu versteuern, wobei die Steuerprogression in voller Höhe greift. Aufgrund der besonderen steuerlichen Berechnung des Weihnachtsgeldes wird dieses steuerlich jedoch stärker berechnet als der normale Lohn. Bei dem Obolus fällt oftmals eine doppelt so hohe Lohnsteuer an wie beim regelmäßig gezahlten Lohn. Allerdings gibt es Möglichkeiten, diese Besteuerung zu umgehen.

Umwandlung des Weihnachtsgeldes

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die hohe Besteuerung des Weihnachtsgeldes zu umgehen, etwa indem der Obolus in andere Zuwendungen umgewandelt wird, welche nicht steuerlich anzugeben sind. Allerdings ist hierfür natürlich das Einverständnis des Arbeitgebers notwendig. Allerdings dürften die meisten Arbeitgeber solchen Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen sein, obwohl alternative Zuwendungen im Vergleich zu einer Einmalzahlung aufwendiger sein können.

Möglichkeit der steuerfreien Geschenke

Die Einmalzahlung zum Ende des Jahres kann etwa anteilig, als über das Jahr geleistete monatliche Zuwendung aufgeteilt werden, ohne dass der Fiskus sich meldet. So können pro Monat Sachleistungen im Wert von bis zu 44 € gewährt werden, ohne dass Abgaben für Steuern und Sozialversicherung darauf anfallen. Neben der Leistung in Sachwerten sind auch Zuwendungen in Form von Gutscheinen oder Zahlungen auf Prepaid-Karten denkbar.

Fahrtkostenzuschuss

Darüber hinaus ist es möglich, die weihnachtliche Einmalzahlung in einen Zuschuss für die Fahrtkosten umzuwandeln, was deutliche steuerliche Vorteile in sich birgt, auch wenn der Zuschuss nicht mehr als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden kann. Wird der Fahrtkostenzuschuss in Höhe der Entfernungspauschale ausgezahlt, erhalten Arbeitnehmer den Zuschuss, ohne dass Abgaben auf Steuern und Sozialversicherungen anfallen.

Unterstützung beim Nachwuchs

In der Regel sind alle Arbeitnehmer dankbar, wenn ihnen beim Nachwuchs unter die Arme gegriffen wird, da auch in diesem Bereich hohe Kosten anfallen, die durch das Kindergeld kaum gedeckt werden. So kann der Arbeitgeber etwa steuerfreie Zuschüsse für die Kindergartenunterbringung oder ähnliches gewähren.

Foto: (c) frittipix/fotolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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