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Zum Jahresende: Steuertipps mit Strategie Teil I



Zugegeben, es ist erst Oktober und die Einkommensteuererklärung für 2014 ist spätestens seit Wochen abgegeben und von Steuern will man erst einmal nichts mehr wissen. Aber: Bereiten Sie sich bereits jetzt steuerlich und strategisch auf das Jahresende vor und stellen Sie die Weichen, um für 2015 Steuern zu sparen, oder Steuer-mindernde Weichen für 2016 zu stellen. In unserer kleinen Reihe geben wir viele Anregungen und Steuertipps und es ist jetzt die Zeit, sich damit gedanklich zu befassen!

Ob Leasing-Sonderzahlung, kurzfristige Anschaffungen, Umsatzgrenzen für Schon jetzt an die Steuererklärung für 2015 denken | (c) B&P InternetmanagementKleinunternehmer, Weihnachtfeiern, Vorauszahlungen von Krankenkassenbeiträgen, Spenden, oder sogar eine Heirat, das sind nur einige der Themen, mit denen man sich im letzten Quartal des Steuerjahres befassen sollte. Warum? Um Steuern zu sparen und klare Vorteile für 2016 zu sichern, aber auch Steuern in 2015 zu sparen.

Bevor wir uns aber mit den einzelnen Themen genauer befassen sollte man sich die Gretchen-Frage stellen: Gewinn mindern für 2015 oder erhöhen? Im Kern steckt dahinter die Frage, ob es strategisch sinnvoll ist einen möglichst hohen Gewinn zu kalkulieren, um zum Beispiel ideale Voraussetzungen für einen Kredit zu bekommen. Es kann aber auch sein, dass eher eine Gewinn-mindernde Strategie Vorteile bringt, somit die Frage aufkommt, was man aktiv unternehmen kann, um seinen Gewinn zu mindern. Reicht es aus einfach ein Auto zu kaufen, oder viele Bewirtungsbelege zu sammeln?

Es ist ohne Zweifel wichtig, sich diesen Fragen strategisch zu stellen, gegebenenfalls lieber den Steuerberater hinzu zu ziehen. Denn am Ende warten viele monetäre Vorteile auf den Steuerpflichtigen. Hier nun einige Steuertipps für Ihre Steuerstrategie:

Leasingsonderzahlungen

Es ist ohne Zweifel sinnvoll am Ende des Jahres für die geplante Anschaffung eines Kraftfahrzeuges in 2015 eine hohe Leasingsonderzahlung mit der Bank zu vereinbaren, denn diese geht bei der Einnahme-Überschussrechnung in voller Höhe als Ausgabe ein. Sofern Sie bereits einen Leasingvertrag besitzen, sollte man mit der Leasinggesellschaft- oder Bank reden, um genau eine solche Leasingsonderzahlung zu vereinbaren, auch bei laufenden Verträgen ist so etwas unter Umständen möglich. Auch wenn in diesem Falle Bearbeitungsgebühr und andere Konditionen drohen, kann es sich am Ende rechnen.

Achtung bei der Umsatzsteuer

Bei der umsatzsteuerlichen Ist-Besteuerung zahlt man als Unternehmen erst dann die Umsatzsteuer an den Fiskus, wenn die Kunden diese auch real bezahlt haben. Dies ist sicherlich ein Vorteil, um nicht in Vorlage gehen zu müssen, beziehungsweise Liquiditätssorgen haben zu müssen. Aber Vorsicht: Nur wer unter 500.000 Euro kann diese Ist-Besteuerung in Anspruch nehmen. Sollte der Umsatz bereits jetzt fast diese Grenze erreichen, sollten Sie strategische Überlegungen angehen, gegebenenfalls einige Rechnungen erst in 2016 stellen.

Spenden sparen Steuern

Man kann Gutes tun und Vorteile bei der steuerlichen Absetzbarkeit erreichen. Wenn man Geld spendet, dann muss dies grundsätzlich für einen so genannten "gemeinnützigen Zweck" erfolgen. Diese Spenden an die dafür verantwortlichen Organisationen sind bis zu einer Höhe von 20 Prozent der Gesamteinkünfte abzugsfähig, in diesem Falle als so genannte ?Sonderausgabe?.

TIPP: Wenn Sie bis zu einem Betrag von 200 Euro spenden, so ist eine Kopie des Kontoauszuges für das Finanzamt ausrechend. Liegt die Einzelspende über 200 Euro, so ist eine formelle Spendenbescheinigung als Nachweis notwendig.

Im nächsten Teil befassen wir uns damit, wie man als werdender Existenzgründer noch in 2015 Steuertipps beachten sollte und was man als Kleinunternehmer umsatzsteuerlich beachten muss.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine rechtliche Beratung dar und ersetzt diese auch nicht.

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