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Künstliche Befruchtung: Behandlung von der Steuer absetzen


Der Fiskus unterstützt die Bürger in der Regel bei den meisten medizinischen Behandlungen. Auch bei einem unerfüllten Kinderwunsch greift der Staat den Betroffenen unter die Arme und beteiligt sich an den Kosten, wenn eine anschließende künstliche Befruchtung gewählt wird. Diese Behandlung ist in der Regel sehr teuer. Um den vollen Umfang der Unterstützung für eine künstliche Befruchtung zu erhalten, gibt es einiges zu beachten.

Kosten künstliche Befruchtung
Kosten künstliche Befruchtung absetzen | Foto: (c) Free-Photos /pixabay.com

Steuerliche Unterstützung bei Erkrankungen

Erkrankungen schränken die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen beträchtlich ein, ganz gleich, ob es sich dabei um kurzfristige und saisonale Erkrankungen handelt oder um chronische Krankheiten, welche sich über längere Zeiträume erstrecken. Der Fiskus unterstützt daher die Betroffenen bei der Behandlung und bei der Beschaffung der notwendigen Medikamente, indem die mit der Erkrankung verbundenen Kosten von der Steuer abgesetzt werden können. Dies bedeutet nicht nur eine finanzielle Erleichterung für die Betroffenen, sondern auch eine emotionale, da sie eine Sorge weniger haben.

Der unerfüllte Kinderwunsch

Dies gilt auch für den Fall, wenn bei Paaren der Wunsch nach einem Kind unerfüllt bleibt. Diese Tatsache schmälert nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen. Auch Folgeerkrankungen sind vorprogrammiert, angefangen von Depressionen bis hin zu chronischen körperlichen Folgekrankheiten. Eine Behandlung der Betroffenen ist daher frühzeitig wünschenswert und wird gefördert.

Hohe Erfolgsquote der künstlichen Befruchtung

Die Methoden der Behandlung des unerwünschten Kinderwunsches sind vielfältig. Von üblichen Methoden wie etwa der direkten Übertragung von Samen in die Gebärmutter bis hin zu ungewöhnlichen Methoden wie der intrazytoplasmatischen Injektion der Spermien oder der In Vitro Fertilisation, der künstlichen Befruchtung der Eier im Reagenzglas mit anschließendem Einsetzen in eine Trägerin; die Aussichten auf Erfolge sind heutzutage hoch.

Zuschuss in neun Bundesländern

Aus diesem Grund gibt es in neun bundesdeutschen Ländern für betroffene Paare Zuschüsse vom Staat, wenn sie sich der Behandlung mit der intrazytoplasmatischen Injektion der Spermien oder der In Vitro Fertilisation unterziehen. Die Voraussetzung hierfür ist, dass sie ihren Hauptwohnsitz in den betreffenden Bundesländern haben und gesetzlich krankenversichert sind. In diesem Fall werden sogar vier Behandlungszyklen bezuschusst. Bislang waren es nur drei Zyklen.

50 % Zuschuss von der Krankenkasse für Behandlung

Je nach Krankenkasse werden dabei bis zu 50 % der Kosten für die Behandlung übernommen. Die anderen 50 % der Kosten müssen die betroffenen Paare selbst tragen. Ganz gleich, für welche Methode der Behandlung sie sich entscheiden, steuerrechtlich zählen diese Kosten, die mit den Verfahren der künstlichen Befruchtung zusammenhängen, als Krankheitskosten, welche steuerlich geltend gemacht werden können. Mit diesem Zuschuss vom Fiskus können betroffene Paare den Eigenanteil an Kosten, die mit der Behandlung ihres unerfüllten Kinderwunsches verbunden sind, auf bis zu ein Viertel der gesamten Kosten senken.

Kosten für künstliche Befruchtung als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen

Zu den Kosten, die steuerlich geltend gemacht werden können, zählen nicht nur die Kosten, welche direkt mit der Behandlung zusammenhängen, sondern auch die indirekten Kosten. Hierzu zählen unter anderem auch die Ausgaben zu den jeweiligen Ärzten oder zur Klinik, welche den Kinderwunsch behandelt. Diese Ausgaben können wie alle weiteren Kosten, die bei Erkrankungen anfallen, als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung angegeben werden.

> Der Text stellt keine steuerliche Beratung dar und ersetzt sie nicht<<

Foto: (c) Free-Photos /pixabay.com

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