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07.06.2017

Ältere Fondsanlagen geraten in das Visier des Fiskus

Der Fiskus ist auf ältere Fondsanlagen aufmerksam geworden. Im kommenden Jahr werden diese stärker besteuert, so dann nur wenig Gewinn übrig bleibt. Noch ist das Vermögen allerdings zu retten. Mit Freibeträgen und Schenkungen lässt sich das Vermögen auch bei älteren Fondsanlagen noch in trockene Tücher bringen.

Investmentfonds als gute Geldanlage

Besteuerung Fondsanlagen | Foto: (c) psdesign1/ fotolia.com

Die Anlage von Vermögen in Fonds ist für viele Familien eine gute Option, um ihr Vermögen zu vermehren. In diesen Fonds ruht das Vermögen oft viele Jahre und wird nicht angetastet. Dies ist allerdings sehr interessant für den Fiskus, der oftmals von vielen vermögenden Familien unbemerkt ein neues Gesetz erlässt oder eine Reform erwirkt, um mehr Geld in das Steuersäckel fließen zu lassen. Eine solche Reform tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Und diese Reform wird allen Haltern älterer Fonds einen Schrecken bereiten.

Bestandsschutz für Veräußerungsgewinnen aus Altanteilen wird abgeschafft

Am 1. Januar 2018 tritt ein neuer steuerlicher Anfang für alle Fonds in Kraft. Dies betrifft auch alle Fonds, die vor 2009 angelegt wurden. Mit dieser Reform wird der Bestandsschutz für die Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen aus Altanteilen abgeschafft. Damit entfällt für Familien eine wichtige Wertanlage. Denn bisher mussten keine Steuern gezahlt werden, wenn die Altanteile, die über die Jahre gewachsen sind, vererbt worden wären.

Freibetrag für den Bestandsschutz in Höhe von 100.000 €

Für den Fiskus ist dies natürlich eine Goldgrube. Die Reform beendet diese Regelung ab 2018. Die Altanteile werden dann wieder in das Kundendepot der zuständigen Bank gebucht und mit dem aktuellen Kurs besteuert. Ein Trostpflaster gewährt der Fiskus den Anlegern noch. Für den Wegfall des Bestandsschutzes garantiert er einen Freibetrag von 100.000 €, Kursverluste aus alten Anteilen, die nach dem 1. Januar 2018 verkauft werden, können gegengerechnet werden. Kursgewinne, die nach diesem Zeitpunkt erhalten werden, werden den Freibetrag von 100.000 € allerdings belasten.

Bewahrung des Vermögens durch Aufteilung an Verwandte

Eine Möglichkeit wäre, den Inhalt der alten Fonds noch vor dem Stichtag aufzuteilen und so viele Anleger wie möglich zu beteiligen, solange die Reform noch nicht in Kraft ist. Diese Aufteilung konnte durch Schenkungen an Kinder und Ehegatten geschehen, da Schenkungen ihren Status als Altanteile behalten, wenn dies durch die Bank als Übertragung und Schenkung bestätigt wird.

Noch geltende Freibeträge nutzen

Bei einer solchen Schenkung muss der kommende Freibetrag für Fonds noch nicht eingehalten werden. An Ehegatten können alle zehn Jahre Beträge von maximal 500.000 € fließen, an Kinder 400.000 €. Eine Schenkungssteuer bis zu dieser Höhe fällt nicht an. An entferntere Verwandte wie Nichten und Neffen können 20.000 € vererbt werden, ohne dass die Beträge unter die Schenkungssteuer fallen.

Freibeträge können weiterhin genutzt werden

Die Freibeträge können zudem ein weiteres Mal von den Beschenkten genutzt werden, wenn der Schenker innerhalb von zehn Jahren verstirbt. Dies gilt auch nach der Reform, die am 1. Januar 2018 in Kraft tritt. Eine strategische Schenkung hilft daher dabei, das Vermögen der Familie zu erhalten. Eine endgültige Entscheidung der Behörden steht allerdings noch aus.

Foto: (c) psdesign1/ fotolia.com

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