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Mit der Zweitwohnung Steuern sparen


Eine Zweitwohnung ist in der BRD für Berufstätige keine Seltenheit mehr; rund eine Million Arbeitnehmer und Angestellte sind darauf angewiesen, weil ihr Arbeitsweg ansonsten zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Dies belastet natürlich das Einkommen. Der Fiskus zahlt allerdings in bestimmten Fällen die Miete mit.

Flexibilität ist wichtige

Das moderne Arbeitsleben verlangt den Menschen einiges an Kompromissfähigkeit ab. Arbeitnehmer etwa, die in eher ländlichen Regionen

Mit Zweitwohnung Steuern sparen
Mit Zweitwohnung Steuern sparen | Foto:(c) ErikaWittlieb/pixabay.com

leben, müssen viel Glück haben, um einen Arbeitsplatz in ihrem Heimatort oder auch nur in der Nähe zu finden. Die Regel ist vielmehr, dass sich geeignete Arbeitsstellen in einiger Entfernung zum Wohnort befinden. Flexibilität ist daher heutzutage für Arbeitnehmer sehr wichtig, ebenso wie die Bereitschaft, lange Arbeitswege in Kauf zu nehmen. Auch die Bereitschaft, für einen Arbeitsplatz umzuziehen, ist heute wichtig.

Umzug oftmals unmöglich

Für Singles und Menschen ohne Familie ist dies kein Problem. Für alle Arbeitnehmer ist es allerdings nicht ohne weiteres möglich. Vor allem, wenn sie bereits Kinder haben, ist ein Umzug ein gravierender Einschnitt und betrifft gleich mehrere Existenzen. Ist der Arbeitsplatz dennoch zu weit weg, um den Weg zu diesem per Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu absolvieren, bietet sich eine Zweitwohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes zumindest als Kompromiss an. Wer diese geschickt legt, kann sogar den Fiskus an der Miete beteiligen und auf diese Weise Kosten sparen.

Voraussetzungen für Anerkennung des Zweitwohnsitzes

Um den Fiskus an den Kosten an einer Zweitwohnung zu beteiligen, ist eine doppelte Haushaltsführung notwendig. Dafür gibt es einige Grundvoraussetzungen. Zum einen muss sich die Wohnung an einem auswärtigen Beschäftigungsort befinden. Andererseits muss ein eigener Hausstand bestehen, in dem sich der Mittelpunkt des Lebens befindet, also ein Hauptwohnsitz. Für den Fiskus ist es zudem wichtig, dass die Gründung des zweiten Haushaltes fernab des Haupthaushalts beruflich bedingt ist.

Geänderte Rahmenbedingungen

Die Zweitwohnung muss zudem ausreichend groß sein, damit die Kosten für den Zweitwohnsitz vom Fiskus anerkannt werden. Dabei hat sich vor einigen Jahren einiges geändert. Bis zum Jahr 2013 galt, dass die Zweitwohnung eine Wohnfläche von maximal 60 Quadratmetern haben musste, um als solche anerkannt zu werden sowie, wenn der Arbeitsweg mit der Nutzung der Zweitwohnung erheblich reduziert wurde. Im darauffolgenden Jahr wurde die maximale Miete gedeckelt; die Zweitwohnung durfte nicht mehr als 1.000 im Monat kosten.

Ausgaben als Werbungskosten absetzen

Auch bei der Lage der Zweitwohnung hat sich einiges geändert. Diese muss von der Arbeitsstätte weniger als halb so weit entfernt sein wie die erste Wohnung, um vom Fiskus als notwendige zweite Wohnstätte anerkannt zu werden. Ist dies gegeben, können die Kosten für die Zweitwohnung in der Steuererklärung in der Anlage N als Werbungskosten abgesetzt werden. Dies gilt auch für die Ausgaben, die für den Umzug an den neuen Wohnort anfallen.

Fahrten zur Zweitwohnung absetzen

Nicht zuletzt werden auch die Fahrtkosten vom Fiskus anerkannt. Diese betreffen nicht nur die täglichen Fahrten von der Zweitwohnung zum Arbeitsplatz und zurück, sondern auch die wöchentlichen Fahrten von und zur Familie. Auch diese können als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Die eingesparten Kosten sind auch dabei nicht unerheblich. Pro gefahrenen Entfernungskilometer fallen dabei 30 Cent an. Dies gilt ebenfalls, wenn die Familie zur Zweitwohnung fahren muss, etwa bei einer Erkrankung des Arbeitnehmers.

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