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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

07.01.2018

Änderungen bei der Rente ab dem Jahr 2018

Für das kommende Jahr kündigen sich beträchtliche Änderungen in den Segmenten der Versicherungen und Renten an. Arbeitnehmer profitieren von den Neuregelungen, die im Jahr 2018 greifen. Für Rentner hingegen sieht es weniger rosig aus, da sie der Fiskus stärker ins Visier nimmt. Allerdings können auch sie sich freuen, etwa über neue Rentenanpassungen.

Änderungen für Rentner | Foto:(c) geralt//pixabay.com


Absenkung der Rentenbeiträge

Bereits vor dem Renteneintritt profitieren viele Deutsche von den kommenden Änderungen. Ab dem ersten Januar kommenden Jahres fallen für Arbeitnehmer weniger monatliche Beiträge für die Rente an. Die Rentenbeiträge fallen um 0,1 Prozent von 18,7 auf 18,6 Prozent. Wer sich noch länger im Arbeitsleben befinden wird, sollte sich allerdings darauf einstellen, dass die Absenkung nur von kurzer Dauer sein wird. Experten rechnen damit, dass diese Absenkung spätestens in fünf Jahren wieder kassiert wird.

Unterstützung bei der Riester-Rente

Arbeitnehmer, die per Riester-Rente vorsorgen, erhalten künftig Unterstützung, da die Grundzulage bei diesen Sparverträgen ab dem Jahr 2018 um 21 Euro von 154 Euro auf 175 Euro steigen wird. Diese Änderung gilt sowohl für alle neu abgeschlossenen Policen als auch für alle bestehenden Vereinbarungen bei der Riesterrente. Daher bietet sich auch eine Reduzierung des bislang gezahlten Eigenbeitrags an, ohne Einbußen befürchten zu müssen. Die Erhöhung betrifft allerdings nicht die Kinderzulagen. Diese bleiben bestehen und betragen weiterhin 185 Euro sowie 300 Euro für Nachwuchs, der nach dem Jahr 2008 das Licht der Welt erblickt hat.

Neues Modell bei der Betriebsrente für Geringverdiener

Geringverdiener profitieren von der Neueinführung eines Modells im Bereich der Betriebsrente. Bei dem sogenannten Sozialpartnermodell wird der Arbeitgeber nicht mehr für die zugesagte Rente in Haftung genommen. Zudem erhalten die Arbeitgeber einige steuerliche Vorteile, wenn sie freiwillig beim Sparen ihre Angestellten und Arbeiter unterstützen, die weniger als 2.200 Euro monatlich verdienen. Bei Beiträgen des Arbeitgebers zwischen 240 und 480 Euro pro Jahr gewährt der Fiskus einen Zuschuss von 30 Prozent.

Förderung von Direktversicherungen

Ab 2018 fördert der Fiskus neben der Rente auch die Beiträge für die Direktversicherungen, der steuerfreie Höchstbetrag steigt von bislang vier auf acht Prozent der BBG, der Beitragsbemessungsgrenze, welche derzeit bei 78.000 Euro liegt. Dies gilt allerdings nicht für die Beiträge zur Sozialversicherung. Der steuerliche Freibetrag hierfür bleibt bei einer Obergrenze von vier Prozent der BBG bestehen. Allerdings entfallen die Beiträge für die Sozialversicherung für alle, die weniger als knapp 3.100 Euro pro Jahr in eine Direktversicherung einzahlen.

Höhere Belastung für Rentner

Künftige Rentner hingegen profitieren weniger von den neuen Regelungen im kommenden Jahr, der Fiskus langt stärker zu. Ab dem kommenden Jahr müssen Neurentner bereits 76 Prozent ihrer Bruttorente versteuern. Der bleibende Freibetrag in Höhe von 24 Prozent wird hingegen lebenslang von der Rente abgezogen. Dieser Freibetrag wird allerdings erst ab dem Jahr 2019 ermittelt, wenn erstmals eine volle Jahresrente ausgegeben wurde.

Angleichung der Ost- und Westrenten

In absoluten Zahlen müssen Rentner hingegen keine Einbußen im kommenden Jahr hinnehmen, im Gegenteil. Ihre Altersbezüge steigen im Jahr 2018 um drei Prozent. Allerdings ist diese Steigerung an einige Voraussetzungen gekoppelt und tritt erst in Kraft, wenn sich die Gehälter und Löhne wie erwartet entwickeln. Die endgültige Entscheidung über die Erhöhung wird erst im Frühjahr kommenden Jahres fallen. Sicher ist hingegen, dass die Rentenniveaus in sieben Schritten angeglichen werden sollen. Mitte 2018 steigt die Ostrente auf 95,8 Prozent der Westrente an, jährliche Steigerungen in Höhe von 0,7 Prozent folgen.

Foto:(c) geralt/pixabay.com

Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar.

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