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Photovoltaikanlage: Wie wird eigener Solarstrom versteuert?



Um die Klimawende zu vollziehen, ist eine Nutzung sogenannter Erneuerbarer Energien dringend erforderlich. Deshalb haben viele Immobilienbesitzer bereits den Schritt gewagt und eine Photovoltaikanlage erworben. Doch fr die Nutzung von Solarstrom gelten hierzulande komplizierte Steuerregeln.

Photovoltaik
Photovoltaik | Foto:(c)colmkay/pixabay.com

Tipps zur Versteuerung einer Photovoltaikanlage

Wer auf seinem privaten Hausdach mithilfe einer Photovoltaikanlage Strom erzeugt und dadurch Einknfte erzielt, ist unter Umstnden steuerpflichtig. Mglicherweise fllt Einkommensteuer auf einen etwaig erzielten Gewinn an. Betreiber einer Photovoltaikanlage sind dann zur Zahlung der Einkommensteuer verpflichtet, falls das Finanzamt den Anlagebetrieb als gewerblich bewertet.

Fr diese Einstufung bentigt das Finanzamt Informationen ber etwaig zu erzielende Betriebs- und Investitionskosten sowie voraussichtlich mit der PV-Anlage erzielte Erlse. Haben die Finanzbeamten den Eindruck, dass Betreiber der Anlage damit einen Gewinn erwirtschaften, muss Einkommenssteuer gezahlt werden. In dem Fall haben steuerpflichtige Personen die Aufgabe, alljhrlich eine sogenannte Einnahmen-berschuss-Rechnung abzugeben. Die Einkommensteuer entfllt, falls das Finanzamt der Meinung ist, dass die Photovoltaikanlage nicht gewinnbringend betrieben wird.

Photovoltaik als "Liebhabereibetrieb"

Mchten Betreiber der Anlagen den Aufwand minimieren und Gewinne nicht versteuern, knnen sie gegenber dem Finanzamt direkt auf einen Liebhabereibetrieb verweisen. Dann mssen Besitzer der Anlagen keine ER darber abgeben. Dies hat zur Folge, dass auf Einknfte aus etwaig verkauftem Strom keine Einkommensteuer berechnet wird. Damit eine Photovoltaikanlage jedoch als Liebhaberstck eingestuft wird, muss das Gert bestimmte Voraussetzungen erfllen. Beispielsweise ist es wichtig, dass die Leistung der Anlage ein Maximum von 10 Kilowatt nicht berschreitet und das Gert erstmals nach Dezember 2003 genutzt wurde. Eine weitere Voraussetzung liegt vor, wenn die Photovoltaikanlage auf einem eigens bewohnten Zwei- oder Einfamilienhaus oder anderen zum Grundstck gehrigen Bauten installiert ist.

Einkommensteuer ist nicht grundstzlich fllig

Gut zu wissen: Grundstzlich wird die Einkommensteuer auch nur dann fllig, wenn die gesamten Einknfte den Grundfreibetrag bersteigen. Im Jahr 2021 gilt ein Einkommen bis 9.744 Euro als steuerfrei. Diese Summe wird jedoch regelmig nach oben korrigiert. Zudem gilt der sogenannte Hrteausgleich. Dementsprechend fllt keine Einkommensteuer an, wenn die Einknfte vorrangig durch nichtselbstndige Arbeit erzielt werden. Eine weitere Voraussetzung ist erfllt, wenn der alljhrlich durch die Photovoltaikanlage erzielte Gewinn einen Betrag von 410 Euro nicht berschreitet.

Besteht eine Zahlungspflicht fr die Umsatzsteuer?

Zustzlich zur Einkommensteuer fllt mglicherweise die Umsatzsteuer an. Diese Mglichkeit besteht auch, falls Betreiber der PV-Anlagen von der Vereinfachungsregel profitieren und daher keine Einkommensteuer entrichten. Allerdings drfen sich Besitzer der Anlagen auf die Kleinunternehmerregelung berufen, wenn der Umsatz 22.000 Euro nicht bersteigt. In dem Fall mssen Steuerzahler keine Umsatzsteuer auf den Strom erheben und den Betrag auch nicht an das Finanzamt weiterleiten. Jedoch drfen Anlagenbetreiber in dieser Situation auch nicht auf den Vorsteuerabzug bestehen und knnen sich deshalb keine Mehrwertsteuer zurckholen. Bei geltender Umsatzsteuerpflicht sind fr den verkauften und selbst verbrauchten Strom Steueranteile von 19 Prozent fllig.

Besteht eine Verpflichtung zur Meldung beim Finanzamt?

Besitzer mssen eine Photovoltaikanlage nur dann beim Finanzamt anmelden, falls sie den erzeugten Solarstrom verkaufen und daraus eine Gewinnerzielung oder Umsatzsteuerpflicht resultiert. Der Fall tritt ein, falls Betroffene mithilfe der Anlage einen Umsatz von ber 22.000 Euro pro Jahr erwirtschaften. Die Meldung der PV-Anlage gegenber dem Finanzamt erfolgt bei Abgabe der Einkommensteuererklrung. Die Frist beschrnkt sich auf den 31. Juli des Folgejahres. Fr die Steuererklrung 2020 wurde die Frist aufgrund der Pandemie jedoch bis Ende Oktober verlngert.

Der Text ist keine Steuerbertaung und kann diese nicht ersetzen<

Foto:(c)colmkay/pixabay.com

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