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Bundesfinanzministerium begründet die Rentenbesteuerung


Das Bundesfinanzministerium, BMF, hat sich aktuelle zur Rentenbesteuerung geäußert. Begründet wird diese mit dem so genannten "demografischen Wandel". Die Durchschnittsrente bleibt laut BFM steuerfrei. Doch was wird wie bei den Renten genau besteuert und wer muss als Rentner eine Einkommensteuererklärung abgeben?Wissenswertes zur Rentenbesteuerung | (c) Minerva Studio / Fotolia.com

Der Demografische Wandel führt in Deutschland zu einer Veränderung von notwendigen Steuereinnahmen. Als im Jahre 2002 das Bundesverfassungsgericht ein Urteil zur Besteuerung von Renten fällte reagierte die Bundesregierung in 2005 mit einer Neuregelung des Alterseinkünftegesetzes. Nunmehr hat das BMF diese Neuregelung begründet.

Die Neuregelung des Alterseinkünftegesetzes

Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen einem steuerpflichtigen Anteil von 50 Prozent. Diese so genannte Basis ist die Grundlage für den zu ermittelnden Rentenfreibetrag, der Jahr für Jahr angesetzt wird.

Abhängig vom Jahr des Rentenbeginns steigt der Besteuerungsanteil (der der Besteuerung unterliegende Anteil) bis zum Jahre 2020 um zwei Prozent jährlich und ab 2021 um jeweils einen Prozentpunkt pro Jahr. Im Ergebnis werden im Jahr 2040 somit die 100 Prozent erreicht. Im Gegenzug werden die in der so genannten "Erwerbsphase" eingezahlten Beiträge zur Altersvorsorge allmählich von der Einkommensteuer befreit.

Ist eine Steuererklärung für Senioren notwendig

Das BMF erklärte hierzu, dass die Abgabe einer Steuererklärung klar von der Höhe der steuerpflichtigen Einnahmen abhängt, denn zu diesen Einnahmen gehören neben der gesetzlichen Rente unter Umständen auch Einnahmen aus Miete und Verpachtung, oder zum Beispiel Betriebsrenten. Grundsätzlich aber gilt: Wenn der jährliche Grundfreibetrag überschritten wird, ist eine Einkommensteuererklärung notwendig und wird auch vom Fiskus verlangt. Dabei seien laut BFM Renten steuerfrei bis zu 50 Prozent und der der Besteuerung unterliegende Anteil hänge vom Rentenbeginnjahr ab.

TIPP: Es können Werbungskosten und Sonderausgaben abgesetzt werden, jedoch nur von der steuerpflichtigen Rente. Im Jahr 2015 liegt der Grundfreibetrag bei 8.472 Euro und ab 2016 bei 8.652 Euro (bei der Einzelveranlagung). Sollten Einnahmen über die gesetzliche Rente hinaus bestehen ist eine Besteuerung immer individuell zu betrachten. Hier macht es Sinn sich mit einem Steuerberater in Verbindung zu setzen.

Das Rentenbezugsmitteilungsverfahren

Um sicher zu stellen, dass alle Einnahmen von Rentnern und Pensionären auch korrekt und vollständig erfasst werden wurde vom Gesetzgeber das so genannte "Rentenbezugsmitteilungsverfahren" eingeführt. Alle Träger der unterschiedlichsten Rentenarten müssen melden, in welcher Höhe diese ausgezahlt werden. Hierzu gehören neben dem gesetzlichen Rentenversicherungsträger, berufsbezogenen Versorgungseinrichtungen, Pensionskassen und Pensionsfonds auch Direktversicherer und Banken/Versicherungen die Riester- und so genannte "Basisrenten" auszahlen. Somit sind neben der gesetzlichen Rente auch private Vorsorgerenten erfasst und die Finanzämter können der verfassungsrechtlich gebotenen Verpflichtung nachkommen die Angaben der steuerpflichtigen Rentner vollständig zu berücksichtigen, stets im Interesse des Gleichbehandlungsgrundsatzes bei der Besteuerung.

Im Resumee erklärte das BFM, dass die seit 2005 geltende Regelung in Gänze und in all seinen Umsetzungsvorgaben dem demografischen Wandel entspricht. Dieser Übergang zur nachgelagerten Besteuerung sei insoweit gerecht und zukunftsweisend, da Alterseinkünfte erst dann versteuert werden, wenn diese auch ausgezahlt werden und in der Regel mit einem geringeren Steuersatz. Durch die nicht vorhandene Steuerlast bei Vorsorgebeiträgen bis zum jährlichen Höchstbetrag wird darüber hinaus ein Anreiz für die private Altersvorsorge geschaffen.

Dieser Artikel stellt keine rechtliche Beratung dar und ersetzt diese auch nicht.

Foto: (c) Minerva Studio / Fotolia.com

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