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Steuerrecht 2015 - wichtige Änderungen Teil II



Das Jahr hat gerade begonnen und schon gibt es für Arbeitnehmer, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger wieder Neuerungen im Steuerrecht. Ein Blick in diese Änderungen kann sich finanziell lohnen. Jedoch gibt es auch schärfere Gesetze, wie zum Beispiel bei Steuerhinterziehungen.

Steuern - Das ändert sich 2015


Umsatzsteuerbefreiung bei sozialem Charakter

Von der Umsatzsteuer befreit sind Eingliederungsleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, sowie auch Leistungen der aktiven Arbeitsförderung nach dem Sozialgesetzbuch III, sofern diese Leistungen von Einrichtungen sozialen Charakters oder des öffentlichen Rechts erbracht werden.

Auch ist die Gestellung von Personal bei religiösen und weltanschaulichen Einrichtungen umsatzsteuerfrei. Insbesondere gilt dies bei Personal der Sozialfürsorge, Kinder- und Jugendbetreuung, Krankenhausbehandlungen und ärztlicher Fürsorge, Erziehung, Schul-, Aus- und Fortbildung, oder in Fragen des geistigen Beistands. Vollständig befreit von der Umsatzsteuer sind nunmehr Dialyseleistungen.

Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer

Ab 2015 ist kein Antrag auf Einbehaltung der Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge mehr notwendig. Die Mitglieder einer Steuer erhebenden Religionsgemeinschaft müssen nichts weiter veranlassen, der Einbehalt für und die Weiterleitung an die Religionsgemeinschaft erfolgt ?automatisch?.

Die Basisversorgung im Alter

Das Abzugsvolumen für eine Basisversorgung von 20.000 Euro (40.000 Euro bei Zusammenveranlagung) im Alter wird auf den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung angehoben, für Zusammenveranlagte entsprechend auf den doppelten Betrag. Ab 2015 ergibt sich somit ein Abzugsvolumen von 22.172 Euro. Im Falle einer Erhöhung des Höchstbeitrages zur knappschaftlichen Rentenversicherung erhöht sich automatisch auch das Abzugsvolumen für die Basisversorgung im Alter.

Selbstanzeige bei Steuerbetrug

Der Gesetzgeber will die Strafen für Steuerbetrug verschärfen, die Wirksamkeitsvoraussetzungen einer strafbefreienden Selbstanzeige und die Regelungen für ein Absehen von Strafverfolgung sollen ab dem 01. Januar 2015 Steuerhinterziehungen deutlicher bekämpfen.

Der Steuerschuldner war bisher bei einfacher Steuerhinterziehung bei der Verfolgungsverjährung von fünf Jahre verpflichtet nachzuerklären. Nun erstreckt sich die

Berichtigungspflicht in allen Fällen der Steuerhinterziehung auf 10 Jahre.

Nach §371 der Abgabenordung ist die strafbefreiende Selbstanzeige künftig nur noch bis zu einem Hinterziehungsbetrag von 25.000 Euro möglich. Bisher waren es 50.000 Euro. Ab diesem Betrag und im Falle einer schweren Steuerhinterziehung wird zukünftig nur bei sofortiger Zahlung eines Zuschlages von der Strafverfolgung abgesehen.


Die besondere Problematik der Umsatzsteuervoranmeldung sowie der Lohnsteueranmeldung wurden in diesem Zusammenhang klar gestellt, um bestehende und praktische Verwerfungen zukünftig zu vermeiden und Rechtssicherheit zu schaffen.

Mit dem "Schnellreaktionsmechanismus" wird das Bundesministerium für Finanzen durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundestages zukünftig ermächtigt die Steuerschuldnerschaft zeitlich begrenzt zu erweitern. Ziel ist es Steuerausfälle zu verhindern und bei erheblichen Steuerhinterziehungen kurzfristig gesetzgeberisch agieren zu können.

Ihr Steuerberater weiß mehr

Was auch immer sich ab dem 01. Januar 2015 geändert hat und welche neuen Gesetzesänderungen im Steuerrecht noch in diesem Jahre auf uns alle zukommen: fragen Sie den Steuerberater Ihres Vertrauens, um sich im Dschungel der Steuergesetze nicht zu verlaufen.

Weitere steuerliche Änderungen in 2015 - Teil I

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine rechtliche Beratung dar und kann diese auch nicht ersetzen!


(Redaktion)

Bild:B&P Internetmanagement GmbH
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