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Umzugskostenpauschale, Kampf gegen Steuerdumping und mehr



Auch aktuell gibt es wieder diverse steuerliche Themen, die für Aufsehen sorgen. Darunter Änderungen, die bereits in Kürze in Kraft treten, zudem auch Änderungen, die noch nicht beschlossen worden, aber dennoch immer wieder Gegenstand von Diskussionen sind. Insbesondere stehen Amazon, Apple & Co. mal wieder im Fokus.

mehr Umzugskostenpauschale ab März
Änderungen u.a. bei der umzugspauschale | Foto: (c) image4you/pixabay.com

Hhere Umzugskostenpauschale ab Mrz 2020

Dank Homeoffice und anderer Lösungen ist es für viele Arbeitnehmer mittlerweile möglich, auch außerhalb des Büros zu arbeiten. Wer dennoch wegen seiner Arbeit umziehen muss, der darf sich ab dem 01. März 2020 über eine höhere Umzugskostenpauschale freuen, die die Steuerlast senken kann.

Genauer gesagt erhalten Singles künftig 820 Euro (plus 9 Euro gegenüber der bisherigen Regelung) als abzugsfähige Pauschale, verheiratete Paare und Alleinerziehende können unter der neuen Regelung 1.639 Euro (plus 17 Euro) ansetzen. Als Werbungskosten lassen sich über die Pauschale die Kosten für die reinen Umzugskosten geltend machen.

Neue Steuern fr Amazon, Apple & Co.

Was die GAFA-Unternehmen (Google, Apple, Facebook, Amazon) sowie Microsoft und Alphabet anbelangt, so sind diese weiterhin im Visier der Politik, um höhere Steuerzahlungen zu erreichen. Bisher zahlen diese Unternehmen trotz immenser Gewinne im Milliardenbereich (Quartal für Quartal) nur sehr geringe Steuern, etwa indem eine Niederlassung in Irland gegründet wird, um die geringen Steuersätze für Unternehmen, die dort gelten, auszunutzen.

Abermals wird nun in der Politik versucht, diesem Treiben ein Ende zu bereiten, und zwar mittels einer global einheitlichen Lösung. Zunächst einmal sollen sich die G20 auf einen Ansatz einigen, der dann von der OECD umgesetzt werden könnte. Im Gespräch sind zwei Lösungen, die auch gleichzeitig eingeführt werden könnten.

Zum einen wäre dies ein globaler Mindeststeuersatz, zum anderen eine Digitalsteuer. Eine globale Mindeststeuer hätte den Vorteil, dass sich die großen Unternehmen nicht mehr in einzelnen Ländern mit geringen Steuersätzen niederlassen würden, sondern dort, wo sie abseits günstiger Steuersätze ihren Sitz wählen.

Bei der Digitalsteuer soll die Besteuerung nicht mehr am jeweiligen Sitz des Unternehmens erfolgen, sondern aufgeteilt nach den Ländern, in denen die Kunden die jeweiligen Leistungen in Anspruch nehmen. Gerade die Digitalsteuer ist aber umstritten, insbesondere die USA würden durch diese wohl Steuereinnahmen verlieren und sind dementsprechend gegen eine obligatorische Digitalsteuer.

Amazon zahlt nur geringen Steuersatz

Dass die Besteuerung der GAFA problematisch ist, zeigt sich auch daran, wie hoch der von Amazon gezahlte Steuersatz in den USA ausgefallen ist. So hat Amazon für das Fiskaljahr 2019 rund 162 Millionen US-Dollar an Einkommensteuer bezahlt, was an sich schon nach einer relativ geringen Summe klingt.

In Anbetracht eines Gewinns von mehr als 13 Milliarden US-Dollar im genannten Zeitraum ergibt sich damit ein Steuersatz von 1,2 Prozent. Dank eines legalen Steuerkniffes konnte Amazon die eigentlich fällige Summe von rund 1,1 Milliarden US-Dollar an Einkommensteuer um über 900 Millionen US-Dollar nach unten drücken, wenngleich eine spätere Zahlung jener Summe noch gefordert wird.

Hhere Alkoholsteuer wird gefordert

An anderer Stelle gibt es ebenfalls die Forderung nach einer höheren Steuer, allerdings von Abgeordneten der Grünen im Bundestag. Diese fordern eine höhere Alkoholsteuer, die letztmalig 2001 verändert wurde. Allerdings geht es den Abgeordneten hierbei nicht primär darum, dem Staat Einnahmen durch einen höheren Steuersatz zu verschaffen.

Vielmehr soll eine höhere Steuer auf Bier, Weine und Spirituosen den Konsum jener Getränke der deutschen Bevölkerung verringern und damit der Gesundheit der Bevölkerung zuträglich sein. Ob das Postulat einer höheren Alkoholsteuer auf einen ausreichenden Konsens im Bundestag treffen wird, bleibt abzuwarten.

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