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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

13.12.2018

Weihnachtsgeld richtig versteuern

Das Jahresende hält für viele Arbeitnehmer eine besondere finanzielle Überraschung bereit. Sie erhalten Weihnachtsgeld. Allerdings wissen viele nicht, dass mit der Zahlung auch steuerliche Pflichten verbunden sind. Der Fiskus verdient am Weihnachtsgeld mit. Es muss also ordentlich versteuert werden.

Wie hoch das Weihnachtsgeld ausfällt

Zum Ende des Jahres erhalten viele Arbeitnehmer in der Regel noch ein Geschenk vom Arbeitgeber; ein Weihnachtsgeld oder ein 13. Gehalt. Das ist nicht ausschließlich freudige Überraschung, sondern bringt Pflichten mit sich. So muss das Weihnachtsgeld etwa beim Fiskus richtig angeben werden, um nach

Weihnachtsgeld Steuern
Wie Weihnachtsgeld versteuern | Foto: (c) Bru-nO/ pixabay.com

Weihnachten keinen Ärger durch mangelhafte Versteuerung zu bekommen. Zudem ist vielen Mitarbeitern nicht klar, wie hoch das Weihnachtsgeld in der Regel ausfällt, wann es genau gezahlt wird und worin der Unterschied zum 13. Monatsgehalt besteht. Auch wissen viele nicht, dass es kein allgemeines Recht auf ein Weihnachtsgeld vom Arbeitgeber gibt.

Unterschiede zwischen dem Weihnachtsgeld und dem 13. Monatsgehalt

Viele Arbeitnehmer machen den Fehler, das Weihnachtsgeld mit dem 13. Monatsgehalt gleichzusetzen. Dies ist jedoch ein Irrtum. Zwischen beiden Zahlungen bestehen erhebliche rechtliche Unterschiede. So handelt es sich beim 13. Monatsgehalt in der Regel um ein Entgelt für erbrachte Leistungen, das klar vertraglich vereinbart und festgeschrieben wurde. Daher erhält ein Mitarbeiter diese Zahlung sogar, wenn er ein Unternehmen in einem laufenden Kalenderjahr verlässt. In diesem Fall würde das 13. Gehalt anteilig auf die abgeleisteten Arbeitsmonate aufgeteilt.

Weihnachtsgeld gilt als freiwillige Sonderzahlung

Beim Weihnachtsgeld ist dies nicht der Fall. Bei dieser einmaligen Zahlung handelt es sich um eine freiwillige Sonderzahlung, die der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber erhält. Diese wird in der Regel vertraglich festgehalten, die Parameter zum Weihnachtsgeld werden jedoch individuell ausgehandelt, bevor sie festgeschrieben werden. Wer das Unternehmen vorzeitig verlässt, erhält in der Regel kein Weihnachtsgeld. Da die Zahlung zudem auf freiwilliger Basis beruht, kann es zudem sein, dass die Zahlung bei vorzeitiger Kündigung zurückerstattet werden muss.

Weihnachtsgeld können alle Beschäftigten erhalten

Eine allgemeingültige Antwort, wer alles Weihnachtsgeld erhält, gibt es also nicht. Ebenso wenig kann eine allgemeine Aussage über die Höhe des Weihnachtsgeldes getroffen werden. Dabei ist die vereinbarte Arbeitszeit nicht entscheidend. Alle können Arbeitsgeld erhalten, vom Vollzeitmitarbeiter bis zum Minijobber, auch Studenten und Azubis können in den vorweihnachtlichen Genuss der zusätzlichen Zahlung kommen.

Arbeitsverträge geben Auskunft

Häufig gibt der Tarifvertrag, der Arbeitsvertrag oder die betriebliche Vereinbarung Auskunft darüber, ob Weihnachtsgeld gezahlt wird oder nicht. Für Beamte gelten zudem besondere gesetzliche Regelungen zum Weihnachtsgeld. Ein Ausschluss von der Zahlung kann nur in Ausnahmefällen beschlossen werden. Dies gilt auch nur für bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern. Zudem müssen triftige sachliche Gründe für den Ausschluss vorliegen. Willkür ist kein Entscheidungsgrund für den Ausschluss, da dies gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz verstößt.

Die Höhe des Weihnachtsgeldes

Auch die Höhe des Weihnachtsgeldes ist nirgendwo vorgeschrieben. Darüber entscheiden allein die beteiligten Vertragsparteien beziehungsweise der Arbeitgeber allein. Allerdings lassen sich je nach Dauer der Zugehörigkeit eines Mitarbeiters zum Unternehmen und der jeweiligen Branche, in der ein Unternehmer tätig ist, einige Schätzungen zur Höhe des Weihnachtsgeldes ableiten.

Der Fiskus verdient mit

Auch der Fiskus freut sich über das vom Arbeitgeber gezahlte Weihnachtsgeld, da er daran mitverdient. Die Zahlung muss daher in der Steuererklärung mit angegeben werden. Versteuert wird das Weihnachtsgeld, indem die Summe der Zahlung auf den Bruttomonatsverdienst aufgeschlagen wird. Auch Sozialabgaben fallen in der BRD im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze an.

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