Login
Kostenlos und unverbindlich: Hier finden Sie den passenden Steuerberater in Ihrer Nähe
PLZ:
So einfach geht's
  • Postleitzahl eingeben (2 oder 5 Stellen)
  • Kostenlose Anfrage stellen
  • Angebote erhalten und vergleichen!


Steuerberatung für Existenzgründer - Erstberatung, Businessplan und laufende Betreuung

1. Steuerberatung vor der Existenzgründung

Existenzgründer sollten von Beginn an einen Steuerberater beauftragen | (c) Coloures-pic/fotolia.comBevor man als Existenzgründer einen Beratungstermin bei einem Steuerberater vereinbart, sollte die Grundsatzfrage positiv beantwortet sein, nämlich ob eine Selbständigkeit, die erhebliche Auswirkungen nicht nur auf den zukünftigen Arbeitsalltag, sondern auch auf das Privatleben mit der Familie hat, vom Gründungswilligen uneingeschränkt gewollt ist und er bereit ist, gerade in der Anfangszeit viel Zeit in seine Neugründung zu investieren und finanzielle Risiken einzugehen.


Zur Absicherung dieser Grundsatzentscheidung empfiehlt das Existenzgründungsportal des Bundeswirtschaftsministeriums, die geplante Gründung intensiv mit der Familie zu besprechen, Selbständigen im Bekanntenkreis zu ihren unternehmerischen Erfahrungen zu befragen und seine fachlichen und kaufmännischen Kenntnisse auf den Prüfstand zu stellen. Zur Absicherung Ihrer Entscheidung können Sie durchaus auch Gründertests durchlaufen, die von verschiedenen Internetportalen bereitgestellt werden.

1.1 Kosten und Inhalt der steuerlichen Erstberatung


Als Gründer sollte man sich nicht scheuen, im Zuge der Terminvereinbarung nach den Kosten der Erstberatung zu fragen. Dabei können die Antworten zwischen einer "kostenlosen Beratungsstunde", einer Pauschale oder der Abrechnung nach Stundenhonorar variieren. Da die Entscheidung zur Selbständigkeit eine bedeutsame Lebensentscheidung ist, sollte man hier keinesfalls (nur) nach dem Kriterium "Preis" entscheiden, sondern insbesondere das Kriterium "Erfahrung der Kanzlei mit Existenzgründungen" beachten.

Bei der Erstberatung sollte der Steuerberater auf folgende Punkte eingehen:

  • Bewertung der Erfolgsaussichten der Geschäftsidee
  • Erläuterung der möglichen Rechtsformen, gegebenenfalls mit Empfehlung
  • Stellungnahme zur möglichen Eigenfinanzierung (Eigenkapital)
  • Einschätzung der Chancen für eine Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute
  • Darstellung der wichtigsten Fördermöglichkeiten

Sofern die Ergebnisse der Erstberatung für den Existenzgründer positiv sind, können die nächsten Schritte auf dem Weg in die Selbständigkeit vorbereitet werden. In jedem Falle sollte man die Ergebnisse mit der Familie besprechen, gegebenenfalls auch weiteren Rat z.B. bei der kommunalen Wirtschaftsförderung einholen und ein Gründungsseminar der örtlichen Kammer (IHK oder Handwerkskammer) bzw. bei einem von Seminarteilnehmern gut bewerteten privaten Anbieter buchen. Letztlich wird Ihnen aber niemand die Entscheidung abnehmen können, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.

Hier finden Sie kostenlos einen Steuerberater für Existenzgründer:


1.2. Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans


Selbst wenn man als Gründer keine Fördermittel oder Fremdfinanzierung in Anspruch nehmen will, was sicher der Ausnahmefall ist, sollte man einen Businessplan schreiben und dabei insbesondere den "allgemeinen" Teil mit der ausführlichen Erklärung der Geschäftsidee bzw. des Produktes, des Managementteams, des Marktes samt Konkurrenzsituation, der Marketing- und Vertriebsstrategie, der Organisation/Personalstruktur und der Darstellung der Risiken selbst ausarbeiten. Nur so kann man das Gründungsvorhaben voll durchdenken und Schwächen rechtzeitig erkennen und schon vor Aufnahme des Geschäftsbetriebs nachjustieren.
Im "finanziellen"Teil ist es hingegen sinnvoll, die Expertise eines Steuerberaters zu nutzen, da hier umfangreicher kaufmännischer Sachverstand erforderlich ist und in der Regel ein Zeitraum von 3 bis 5 Jahren planerisch darzustellen ist. Die einzelnen Bestandteile dieser Finanzplanung können sich in Abhängigkeit von der Geschäftsidee und dem Investitionsumfang verändern. Beispielhaft werden nachfolgend wichtige Bestandteile aufgezählt:
  • Annahmen zur Finanzplanung
  • Gewinn- und Verlustrechnung (Plan-GuV)
  • Darstellung der geplanten Investitionen
  • Liquiditätsplanung
  • Umsatzplanung
  • Personalplanung
  • Betriebskosten-Planung
  • Planung für Marketingkosten

Sofern die Steuerberatungskanzlei Erfahrungen mit Existenzgründern hat, wird sie über Berechnungstools (beispielsweise Excel-Tabellen) verfügen, in die die Grundannahmen des Existenzgründers zur Geschäftsentwicklung, aber auch Erfahrungswerte des Beraters hinsichtlich Kostenpositionen eingetragen werden und gegebenenfalls auch Szenarien (normal-/best-/worst-case) durchgerechnet werden können.Da die Erstellung der Finanzplanung mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden ist, sollte man hier beim Steuerberater mit höheren Kosten als bei einer Erstberatung rechnen. Um die Kostenbelastung in dieser Phase zu reduzieren, ist es zu empfehlen, sich bei Förderinstituten nach einem Zuschuss zu Beratungskosten zu erkundigen.
Mit einem gut ausgearbeiteten Businessplan steigen die Chancen des Gründers auf die Bereitstellung einer Fremdfinanzierung bzw. auf die Bewilligung von Fördermitteln für sein Gründungsvorhaben. Insbesondere bei Fremdfinanzierungsanträgen kommt es nicht selten vor, dass die angefragten Kreditinstitute ergänzende Unterlagen bzw. Auskünfte anfordern. In diesem Fall kann die Steuerkanzlei in der Regel wertvolle Hilfe leisten und mit ihren Auskünften zu einem positiven Finanzierungsbescheid beitragen.
Wenn diese Hürde genommen ist und die Finanzierung für das Gründungsvorhaben grundsätzlich gesichert ist, beginnen die "praktischen" Vorbereitungen zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs, bei der man möglichst frühzeitig den Steuerberater einbeziehen sollte.

Die in nächsten Abschnitt beschriebenen Betreuungstätigkeiten setzen die Beauftragung des Steuerberaters durch den Gründer samt Erteilung einer Vollmacht zur Vertretung des Mandanten gegenüber den Finanzbehörden voraus.

2. Laufende Betreuung und Steuerberatung für Existenzgründer nach Beginn des Geschäftsbetriebs

2.1 Betreuung und Steuerberatung im Zusammenhang mit der Aufnahme des Geschäftsbetriebs

Vor Aufnahme des Geschäftsbetriebs sollte sich der Gründer darüber informieren, ob für eine der von ihm angestrebten Tätigkeiten behördliche Erlaubnisse erforderlich sind. Schon hier kann der Steuerberater seinem Mandanten bei der Ausfüllung von Anträgen helfen.

Noch wichtiger ist es angesichts der steuerlichen Folgewirkungen, die im Zusammenhang mit der Geschäftsaufnahme stehenden Anmeldungen bei der Gemeinde und/oder dem Finanzamt mit dem Steuerberater so frühzeitig wie möglich zu besprechen. Wesentlich ist dabei die Unterscheidung zwischen gewerblicher und freiberuflicher Tätigkeit

  • Sofern die Kriterien des § 15 Einkommensteuergesetz (EStG) erfüllt sind, liegt ein Gewerbetrieb vor, der auch der Gewerbesteuerpflicht unterliegt. Neben dieser steuerlichen Wirkung ist man als Existenzgründer dann auch gemäß § 14 der Gewerbeordnung verpflichtet, eine Gewerbeanmeldung zuständigen Gewerbe- oder Ordnungsamt einzureichen. Darüber hinaus wird sich auch das Finanzamt melden und dem Gründer einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung (Betriebseröffnungsbogen) zusenden.

  • Wer hingegen eine Tätigkeit aufnehmen will, die im § 18 EStG als sogenannter Katalogberuf aufgezählt ist (dazu gehören beispielsweise Ärzte, Ingenieure, Heilpraktiker und Rechtsanwälte), gilt als Angehöriger der freien Berufe und unterliegt damit nicht der Gewerbesteuerpflicht. Als Gründer sollte man wissen, dass es hier immer wieder zu Abgrenzungsproblemen zwischen freiberuflicher und gewerblicher Tätigkeit und das Finanzamt im Interesse mit Blick die Steuereinnahmen im Zweifelsfall eher eine gewerbliche Tätigkeit annehmen wird. Eine offensichtlich freiberufliche Tätigkeit ist jedenfalls nicht beim Gewerbe- bzw. Ordnungsamt der zuständigen Gemeinde anzumelden. Es genügt hier, innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Tätigkeit das zuständige Finanzamt formlos per Brief zu informieren. Anschließend erhalten Sie vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.

Sobald das Steuerberatungsmandat erteilt ist, kann die Kanzlei den Gründer rechtswirksam gegenüber dem Finanzamt und weiteren Behörden vertreten. In Abhängigkeit von der Art der Tätigkeit (gewerblich oder freiberuflich) sind wie zuvor beschrieben unterschiedliche Formalitäten zu erledigen, die man sinnvollerweise dem Steuerberater übertragen sollte.

Im Falle einer gewerblichen Tätigkeit ist folgende To-Do-Liste abzuarbeiten:

  • Prüfung, ob für die Tätigkeit eine behördliche Erlaubnis beantragt werden muss
  • Ausfüllen der Gewerbeanmeldung und Einreichen beim zuständigen Gewerbe-/Ordnungsamt
  • Ausfüllen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung samt Bereitstellung der vom Finanzamt angeforderten zusätzlichen Unterlagen (Eröffnungsbilanz etc.)

Im Falle einer freiberuflichen Tätigkeit ist folgende To-Do-Liste abzuarbeiten:

  • Prüfung, ob die Tätigkeit eindeutig einem der § 18 EStG genannten Berufe zuzuordnen ist. Falls nicht, wird der Steuerberater eine Klärung mit dem Finanzamt herbeiführen.
  • Scheiben an das zuständige Finanzamt mit formloser Anzeige der Betriebsaufnahme (innerhalb von 4 Wochen nach Aufnahme der Tätigkeit)
  • Ausfüllen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung samt Bereitstellung der vom Finanzamt angeforderten zusätzlichen Unterlagen (Ausbildungsnachweis etc.)
Hier finden Sie kostenlos einen Steuerberater für Existenzgründer:

2.2 Betreuung und Steuerberatung für Existenzgründer im laufenden Geschäftsbetrieb

Nach Erledigung der Anmeldeformalitäten erhält der Gründer behördliche Mitteilungen über die Vergabe von Steuernummern. Sofern es sich um die Neugründung einer Personen- oder Kapitalgesellschaft handelt, wird der Gesellschaft eine eigenständige Steuernummer zugeordnet. Gewerblich tätige Unternehmen und viele Freiberufler sind zudem umsatzsteuerpflichtig. In diesem Fall wird für den Unternehmer bzw. die Gesellschaft eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) vergeben.

Diese Vorgänge wird die Steuerkanzlei im Visier haben und bei eventuellen Rückfragen der Finanzbehörden diese in Vertretung des Gründers beantworten.

Mit der Aufnahme des Geschäftsbetriebs setzen steuerrechtliche Pflichten in Form von Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten ein. Bei der rechtssicheren Erfüllung dieser Formalitäten steht die Steuerkanzlei beratend zur Seite.

Um zum Ende des Geschäftsjahres den Gewinn ermitteln zu können und korrekte Steuererklärungen abgeben zu können, ist es notwendig, ein betriebliches Rechnungswesen einzurichten und die Geschäftsvorfälle zeitnah innerhalb eines Monats zu verbuchen. Das ist schon alleine deshalb erforderlich, weil bei bestehender Umsatzsteuerpflicht monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung beim zuständigen Finanzamt abzugeben ist. Der Steuerberater wird den Gründer bei der Einrichtung und Organisation seines Rechnungswesens unterstützen, auf Wunsch die Finanzbuchhaltung übernehmen und für die rechtzeitige Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldungen Sorge tragen.

Sofern man als Gründer schon von Beginn an Personal beschäftigt, ist es dringend zu empfehlen, die Lohnbuchhaltung in die Steuerkanzlei auszulagern. Bedingt durch die umfangreichen Vorschriften der Sozialversicherungsträger ist es für den Laien nur schwer möglich, die fälligen Sozialversicherungsbeiträge der Mitarbeiter korrekt zu berechnen und zum festgesetzten Zahlungstermin (drittletzter Bankarbeitstag des jeweiligen Monats) abzuführen. Außerdem erwarten die Beschäftigen natürlich die pünktliche Zahlung ihrer Gehälter und die Aushändigung des monatlichen Abrechnungsbogens.

Foto: Coloures-pic/ fotolia.com

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine steuerliche Beratung dar und kann diese auch nicht ersetzen.



Steuerberater in Ihrer Nähe

Steuerberater in Moers: Kanzlei Dr. Klein
Kanzlei Dr. Klein
Neustraße 2-8
47441 Moers
Steuerberatung für
  • Arbeitnehmer
  • Freiberufler und Selbstständige
  • Vermieter und Verpächter
Zum Profil
Steuerberater in Stuttgart: BW PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB
BW PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB
Hauptstr. 41
70563 Stuttgart
Steuerberatung für
  • Freiberufler und Selbstständige
  • Personengesellschaften
  • Kapitalgesellschaften
Zum Profil
Steuerberater in Obersulm: Renaud & Hellenbroich WP/StB
Renaud & Hellenbroich WP/StB
Maybachstraße 15
74182 Obersulm
Steuerberatung für
  • Arbeitnehmer
  • Freiberufler und Selbstständige
  • Vermieter und Verpächter
Zum Profil

weitere Steuerberater
Aktuelle Anfrage
Steuerberater gesucht in Berlin (10405)
Anfrage als: Firma
Gewünschte Leistungen für Privatperson: Gewerbe (Einzelunternehmer), Einnahme- / Überschussrechnung
Details zum Beratungsumfang / Sonstiges: Suche neuen Steuerberater, Schwerpunkt Gesamtdifferenz Ermittlung, Verkauf von gebrauchter Ware, weltweit, Paypal


Anfragen insgesamt weitergeleitet:
48.445
Für Steuerberater
Die einfache Mitgliedschaft

ist kostenlos und jederzeit kündbar. Melden Sie sich jetzt an und lernen Sie uns und unser Netzwerk kennen, stellen Sie sich und Ihre Kanzlei vor und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von SteuerberaterScout.