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Teures Wohnen dank Fiskus



Der Blick in eine beliebige Tageszeitung verrät: Seit Jahren wird Wohnen teurer, ganz gleich, ob es sich dabei um den Markt der Mietobjekte handelt oder um Hauspreise. Die Schuld daran geben viele Betroffene den privaten Wohnkonzernen und den Bauunternehmern. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit, denn der Staat mischt in der Problematik kräftig mit. Vor allem drei Faktoren treiben von dieser Seite die Preise nach oben.

Mieten und Häuser kaum noch finanzierbar

Auf politischer Ebene wird viel getan, um den Menschen das Leben hinsichtlich ihrer Wohnsituation zu erleichtern. Bund, Länder und Kommunen steigern die Quoten für soziales Wohnen, installieren eine Mietpreisbremse und bieten ein Baukindergeld für künftige Bauherren an. Noch vielfältiger sind die Versprechen

Kosten Wohnen Steuern | Foto: (c) Free-Photos/pixabay.com

der Politik in den heißen Phasen des Wahlkampfes. Doch alle Maßnahmen scheinen im Sande zu verlaufen. Neue Häuser können in vielen Regionen kaum noch finanziert werden, die Mieten steigen vor allem in beliebten Kiezen auf enorme Höhen und auch die Nebenkosten reißen tiefe Löcher in die Haushaltskassen der Bewohner.

Der Fiskus ist in der Verantwortung

Schuld an dieser Entwicklung haben sicherlich die Bauunternehmer und Vermieter, welche die derzeitige hohe Nachfrage und das geringe Angebot auf dem Markt ausnutzen. Doch auch ihnen ist nicht die volle Schuld zuzuschieben, sondern nur eine Teilschuld, denn auch der Staat muss in die Verantwortung gezogen werden. Weniger, weil er zu wenig unternimmt, um die Preistreiberei zu regulieren, sondern aus systemischen Gründen. Vor allem drei Faktoren versteuern die Kosten für Mieten und Wohnen unnötigerweise.

Hohe Normen in den Bundesländern

Die BRD ist bekannt für sein hohes Maß an Normierung. Dies hat in den Bereichen Produktion und Sicherheit natürlich ihre Berechtigung. Doch beim Thema Hausbau ist das hohe Maß an Normierung mehr als hinderlich und finanziell belastend. Mehr als 3.000 zusätzliche Normen sind beim Hausbau zu beachten; Tendenz steigend, vor allem in den Bereichen Isolierung und Dämmung. Die Standards sind mittlerweile so hoch angesetzt, dass die Kosten für das Bauen eines Hauses mittlerweile für Bürger kaum noch bezahlbar sind.

Steuern fressen Förderung für Eigenheime auf

Die Förderung für den Bau von Eigenheimen soll es den Bundesbürgern erleichtern, sich für ein eigenes Haus zu entscheiden. Allerdings sind diese Förderungen wie etwa das Baukindergeld nur wenig wirksam, da die Steuern, die mit dem Bau eines Hauses verbunden sind, wie etwa die Grunderwerbssteuer, einen großen Teil der Förderung, wenn nicht sogar den gesamten Zuschuss, verbrauchen. Die Förderung für künftige Hausherren verpufft wirkungslos, weil der Fiskus zudem ordentlich bei der Mehrwertsteuer zuschlägt. Hinzu kommen die Kosten für Notar und Eintragungen ins Grundbuch.

Erhöhung der Nebenkosten durch die Mehrwertsteuer

Doch auch die Mieter haben mit den steigenden Kosten zu kämpfen. Viele Bürger sind gezwungen, umzuziehen, weil sie sich die Ausgaben für das Wohnen nicht mehr leisten können. Ein Faktor, für den sich der Fiskus verantwortlich zeichnet, sind die hohen Mietnebenkosten in Höhe von 19 Prozent, die vielerorts bereits die Höhe einer weiteren Miete erreichen können, mindestens jedoch zwei Drittel einer Monatsmiete. Kritiker fordern daher eine Senkung der Mehrwertsteuer auf die Miete und etwa eine Anpassung der Kosten auf das Niveau der weiteren lebensnotwendigen Ausgaben wie Wasser oder Lebensmittel. Eine Mehrwertsteuer in Höhe von sieben Prozent auf die Miete könnte das Wohnen für viele Betroffene wieder finanziell erträglich machen.

> Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht<<

Foto: (c) Free-Photos/pixabay.com

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